Freitag, 20. November 2009

Ars Moriendi als Trost und Weisung

Über Helinand von Froidmont (um 1162—1237) ist seit 1913 nichts in deutscher Sprache erschienen. Amerikanische Trappisten haben sich um sein Erbe gekümmert und die wertvollen Vers de la mort ins Englische übersetzt. Diese Dichtung ist eine cisterciensische ars moriendi, sehr passend zur lectio divina im November. Aus dem Vanitas-Gedanken (alles Irdische ist Eitelkeit) entwickelt Helinand eine tröstliche, tiefe Einübung in die Befreiung von weltlichen Bindungen. Cistercienser-Dichtung wird von der gegenwärtigen Forschung kaum rezipiert. Hier kann man das preiswerte Taschenbuch Verses on Death bestellen.

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