Freitag, 6. November 2009

Cisterciensernonnen inmitten von Wien

Unweit vom Stubentor, wer würde es heute denken, war ein wichtiges Frauenkloster unseres Ordens. "St. Maria bei St. Niklas vor dem Stubentor" ist das älteste Frauenkloster Wiens und zudem eine landesfürstliche Stiftung. Leopold VI., der auch Lilienfeld gestiftet hat, finanzierte das Cistercienserinnenkloster in der Stadt.
Barbara Schedls neues Buch, "Klosterleben und Stadtkultur im mittelalterlichen Wien" analysiert die Baugeschichte mehrerer Frauenkonvente in Wien: das Augustiner-Chorfrauenstift St. Jakob auf der Hülben, das Prämonstratenserinnenkloster St. Agnes in der Himmelpforte und das Dominikanerinnenkloster St. Laurenz am Fleischmarkt. Im Verlauf des 14. Jh.s wurden dann noch das Klarissenkloster St. Klara und das Büßerinnenhaus St. Hieronymus gegründet.
Damit existierten auf engstem Raum zwei vermeintlich gegensätzliche Lebensformen - weibliche Religiosität und Öffentlichkeit - nebeneinander. Doch scheinen Klosterleben und Stadtkultur kein unvereinbarer Gegensatz gewesen zu sein, wie die Rekonstruktion der Gründungsbauten und deren Ausstattung sowie das Alltagsleben der Klosterfrauen zeigen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen