Mittwoch, 11. August 2010

Verehrung der Dornenkrone - Cistercienserproprium

Nach der Verwüstung von Konstantinopel im Jahre 1204 kam die Dornenkrone-Reliquie, eine der kostbarsten Reliquien der gesamten Christenheit, nach Venedig und wurde 1239 um die enorme Summe von 135.000 Pfund an den französischen König Ludwig IX., den Heiligen, verkauft. Er ließ dafür die gotische Palastkapelle, die Sainte-Chapelle in Paris errichten. Das Fest der Übertragung der Dornenkrone (12. Aug.) erinnert an den prachtvollen Empfang, den der König der Dornenkrone Christi bereitete. Der hl. Cistercienserabt Theobald von Vaux-de-Cernay verfasste für Ludwig IX. das Officium zu Ehren der Dornenkrone Christi, das ab 1240 von unseren Klöstern in Frankreich gefeiert wurde. Im gesamten Cistercienserorden besteht das Fest seit 1292. König Ludwig IX. schenkte bereits 1240 dem Babenberger-Herzog Friedrich II. einen Dorn der Krone als Zeichen besonderer Wertschätzung. Friedrich der Streitbare schenkte diesen Dorn seinem „Hauskloster“ Heiligenkreuz. Als Heiligenkreuz 1263 eine Neugründung in Südböhmen durchführte, gab es einen Teil der Dornenreliquie mit, weshalb das Kloster den Namen Goldenkron erhielt.

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