Donnerstag, 4. Oktober 2012

Marienstatt wird 800

Die neue Ausgabe der Cistercienser-Chronik ist Marienstatt gewidmet; die Abtei feiert 800 Jahre seit der Gründung. Als Tochterkloster von Heisterbach steht Marienstatt über Himmerod in der Filiation von Clairvaux. In der Zeit der Glaubensspaltung hatten die Mönche viel unter den vom alten Glauben abgefallenen Grafen von Sayn zu leiden. Bis zur Aufhebung 1803 durchlief die Abtei eine wechselhafte Klostergeschichte. 1888 kamen Cistercienser aus der Abtei Wettingen-Mehrerau nach Marienstatt und riefen am 30. August 1888 erstmals wieder zum nächtlichen Chorgebet. Es kam eine Schule hinzu. Der Wiedergründungsabt Dominikus Willi wurde später Bischof von Limburg; er war einer der wenigen Cistercienserbischöfe aus dem deutschen Sprachraum seit 1803.

Heft 2 von CistC 119 (2012) bringt insgesamt neun Beiträge zur Geschichte von Marienstatt in vielen Epochen der Klostergeschichte. Dabei werden Gründung, Wirtschaftsgeschichte und Beziehungen zum Stiftergeschlecht der Sayn behandelt. In einem 17-seitigen Beitrag werden 10 historische Photographien der Abtei behandelt. Das Heft (wie die letzten davor auch) zeugen von einer visuell-revitalisierten Zeitschrift; Anlass zu großem Dank!

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