Freitag, 21. Dezember 2012

Cistercienserklöster und ihre Namen


Die Namensgebung von Cistercienserklöstern beschränkt sich normalerweise nicht auf den Namen des geographischen Ortes, an dem das Haus gebaut wird, sondern ist zugleich eine theologische Aussage. Cistercienserabteien werden im Normalfall auch nicht nach einem Heiligen benannt; als Patrozinium hat jedes Kloster ohnehin Maria Himmelfahrt (Patrozinium fast aller Cistercienserkirchen ist daher das Hochfest 15. Aug.).

Die Namensgebung sagt viel aus über den cisterciensischen Zugang zum Kloster; wie versteht man diesen Ort? Namen wie "Paradisus" sind im Mittelalter belegt. Eine Neugründung des 20. Jh.s hat gezeigt, dass sie etwas von der Onomastik (Namenskunde) versteht und wählte daher den Namen "Dominus tecum" (Gott mit dir).

Adventliche und Weihnachtliche Namen sind auch unter unseren Klöstern zu finden. Hier ist der Begriff "Porta" (Tür, Tor) wichtig: "Porta gloriae", "Porta Dei", "Porta Mariae". Somit bekommen die Klöster etwas Inkarnatorisches. Sie sind Orte der Gottsuche aber auch Orte, wo der menschgewordene Gott gefunden wird. Ebenso kommt "Portus" (Hafen, Zufluchtsort) immer wieder vor, wie zum Beispiel im Klosternamen "Porta salutis" (Hafen des Heils).

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