Montag, 8. Dezember 2014

Österreichische Mediathek stellt Interview (1973) mit Abt Rauscher von Schlierbach online

Am 23. Nov. 1973 führte der Schauspieler und Journalist Erich Schenk ein Interview mit Abt Dr. Othmar Rauscher (1919-1995) von Schlierbach. Das Gespräch war eines von über 1300 Einzelinterviews mit bekannten Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Kirche, die Schenk von 1972 bis 1995 im Auftrag der Österreichischen Phonothek führte. Die Österreichische Mediathek hat nun eine große Anzahl davon aufgearbeitet, digitalisiert und langzeitgesichert. Viele – wie das mit Abt Othmar – sind online in voller Länge hörbar.

In der Reihe von rechtlich freigeschaltenen Interviews sind auch Schenks Gespräche mit dem Begründer und Präsidenten der Paneuropa-Bewegung Richard Coudenhove-Kalergi, der Diva Zarah Leander, dem Erzbischof von Wien Kardinal König und dem Dichter, Theaterautor und Domkapitular Prälat Josef Wagner zu hören.

Das Gespräch mit Othmar Rauscher streift die Geschichte und Tätigkeit des Stiftes Schlierbach, die Missionsarbeit (allgemein und im Detail auf Schlierbachs Initiativen bezogen), die einflussreiche Persönlichkeit von Abt Dr. Alois Wiesinger und ist schließlich eine kurze biographische Skizze des Othmar Rauscher selbst. Er, aus einer niederösterreichischen Bauernfamilie stammend, wurde 1931 ins Schlierbacher Stiftsgymnasium aufgenommen, maturierte 1938 und trat darauf hin ins Noviziat ein. Nach dem Militärdienst im Zweiten Weltkrieg, in dem er seinen rechten Arm verlor, legte er 1945 die Feierliche Profess ab, wurde 1946 zum Priester geweiht, 1948 zum  Dr. theol. promoviert und 1949 Kaplan für wenige Monate, bevor er schließlich als Präfekt ins Schlierbacher Gymnasium zurückkehrte, wo er bis 1960 wirkte.

Im Interview werden Rauschers Reisen nach Lateinamerika (1955) und Afrika (1960) erwähnt. Beginnend mit dem Jahr 1961 verbrachte er 10 Jahre im Dienst des Päpstlichen Missionswerks in Bayern. Von 1971 bis 1983 war er Abt von Schlierbach.

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