Donnerstag, 3. September 2015

Schilder, Aushänge, Wandverzeichnisse

In vielen Klöstern sind fantasiereiche Beschilderungssysteme aus der Frühen Neuzeit und dem 19. Jh. erhalten. Heute kennen wir zur Informationsvermittlung fast nur Bildschirme, aber in Klöstern sind Beschilderungen erhalten, die früher an Arbeitsplätzen und in öffentlichen Räumen verbreitet waren, meist aber verschollen sind.

Beispiele dafür sind Verzeichnisse von der Arbeitseinteilung (so genannte Wochendienste wie Zelebrant beim Konventamt, Tischdiener oder Pförtner). Dann gibt es die Tafel an der Zellentür, die auf den Aufenthaltsort des abwesenden Mitbruders hinweist ("Bin in der Kanzlei, Bibliothek, Küche" usw.). Diese Systeme wurden geschickt entworfen und eingesetzt, keine zwei sind gleich. Sie zeugen von einer vergessenen Schriftlichkeit und klösterlichen Verwaltungskultur.

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